Das Vorhaben umfasst insgesamt 49 einzelne Steuerrechtsänderungen aus unterschiedlichen Steuerbereichen.

Besonders hervorzuheben sind folgende Maßnahmen:

Verkürzung der Aufbewahrungsfristen
Bisher mussten steuerliche Unterlagen zehn Jahre aufbewahrt werden. Dies soll im Interesse des Bürokratieabbaus verkürzt werden: In einem ersten Schritt (ab 2013) auf acht Jahre, in einem weiteren Schritt (ab 2015) auf sieben Jahre. Auch im Handelsgesetzbuch werden die Aufbewahrungsfristen entsprechend verkürzt. Dadurch soll sich der Umfang der insgesamt in einem Unternehmen aufzubewahrenden Unterlagen verringern.

Freiwilliger Wehrdienst und Bundesfreiwilligendienst
Vorgesehen ist eine Neufassung des § 3 Nr. 5 EStG als Folge der Aussetzung der Wehrpflicht ab dem 1. Juli 2011. Der bisherige Wehrsold bleibt innerhalb der Bezüge für den freiwilligen Wehrdienst steuerfrei. Gleiches gilt für das Dienstgeld für wehrübungsleistende Reservisten. Der Wehrsold nach § 2 Abs. 1 des Wehrsoldgesetzes beträgt gegenwärtig ca. 280 bis 350 Euro monatlich. Steuerfrei soll ferner das für den Bundesfreiwilligendienst gezahlte Taschengeld sein. Dies beträgt derzeit monatlich maximal 336 Euro.

Lohnsteuerabzugsverfahren
Arbeitnehmer sollen künftig auf Antrag die Geltungsdauer eines im Lohnsteuerabzugsverfahren zu berücksichtigenden Freibetrags auf zwei Kalenderjahre verlängern können.

Elektromobilität
In das Einkommensteuergesetz wird eine Regelung zum Nachteilsausgleich für die private Nutzung von betrieblichen Elektrofahrzeugen und Hybridelektrofahrzeugen aufgenommen.

Den Gesetzentwurf finden Sie hier. (Anm. d. Redaktion: Link veraltet)