Im Rahmen einer Sondersitzung der Vertreterversammlung der Verwaltungsberufsgenossenschaft am 5.9.2012 in Mainz hat sich der DStV dafür eingesetzt, weitere Beitragserhöhungen für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer und andere betroffene Berufe zu verhindern. Er wendete sich damit gegen Vorschläge, die Risiken von Sportvereinen, insbesondere auch Fußballvereinen, auf die genannten Freien Berufe zu verlagern, wie dies zunächst vorgesehen war. Die Mehrheit der Vertreterversammlung hat sich daraufhin – gegen die Stimmen des Sports – für den Vorschlag des Hauptausschusses der Verwaltungsberufsgenossenschaft ausgesprochen, der die Bildung je einer eigenen Gefahrtarifstelle für den Fußball sowie für den sonstigen bezahlten Sport vorsieht. Mit diesem Abstimmungsergebnis, an dem auch weitere vom Bundesverband Freier Berufe benannte Mandatsträger beteiligt waren, konnte erreicht werden, dass Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Unternehmensberater, Architekten, Ingenieure (und alle anderen in der Verwaltungsberufsgenossenschaft organisierten Freien Berufe) vorerst nicht mit zusätzlichen Belastungen aus dem Sport konfrontiert werden. Der Bundesverband Freier Berufe weist allerdings darauf hin, dass nunmehr damit zu rechnen sei, dass sich der Sport an die Politik, insbesondere an das zuständige Bundesarbeitsministerium, wenden wird, um seine Vorstellungen auf dem Wegüber eine gesetzliche Regelung durchzusetzen. Insoweit werde es notwendig sein, die Politik weiter davon zuüberzeugen, dass es einer nachhaltigen Lösung bedarf, um die seit Jahren bestehende Beitragsproblematik des Sports in den Griff zu bekommen, ohne dass dies weiter zu Lasten Dritter, insbesondere der Freien Berufe, geschieht. Der DStV wird die Entwicklung weiterhin aufmerksam verfolgen.