Bis zum 31. Mai 2013 müssen Steuerpflichtige die Einkommensteuererklärung für das Kalenderjahr 2012 beim Finanzamt einreichen. Wird die Steuererklärung durch einen Steuerberater erstellt, endet die Frist grundsätzlich erst am 31. Dezember 2013. Wer eine Steuererklärung abgeben muss, erklärt der Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V.

Arbeitnehmer müssen eine Steuererklärung abgeben, wenn Ehegatten die Steuerklassenkombination III und V gewählt haben oder Arbeitnehmer mehrere Arbeitsverhältnisse im Kalenderjahr hatten. Dies gilt auch, wenn Arbeitnehmer Leistungen von mehr als 410 Euro bezogen haben, die dem so genannten Progressionsvorbehalt unterliegen, zu denen insbesondere Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken- und Elterngeld zählen.

„Auch im Hinblick auf Kapitaleinkünfte kann trotz Abgeltungsteuer die Erstellung einer Steuererklärung notwendig sein“, sagt Christian Böke, Steuerberater und Vizepräsident des Verbandes. Dies gilt etwafür Kirchensteuerpflichtige, deren Bank aufgrund fehlender Informationen die Kirchensteuer auf die Abgeltungsteuer nicht abgeführt hat.

Häufig lohnt aber auch die Abgabe einer freiwilligen Erklärung. Bei denWerbungskosten, Sonderausgaben sowie außergewöhnlichen Belastungen können viele Steuerpflichtige mit einer Steuererstattung rechnen. Vor allem bei Rentnern oder Beziehern  kleinerer Einkommenmit Kapitaleinkünften über dem Sparerpauschbetrag liegt der persönliche Steuersatz zumeist unter dem der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, so dass im Rahmen einer Günstigerprüfung in diesen Fällen mit einer Erstattung zu rechnen ist.

Wer sich nicht sicher ist, ob eine Steuererklärung abzugeben ist, sollte zum Steuerberater gehen. Einen Steuerberater in Ihrer Nähe finden Sie unter www.dstv.de.

Der Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V. vertritt die Interessen von mehr als 5.000 Steuerberaterinnen und Steuerberatern. Der Verband setzt sich für ein bürger- und mittelstandsfreundliches Besteuerungsverfahren ein und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Bürgern, den Angehörigen der steuerberatenden Berufe und der Finanzverwaltung.