Bundeskabinett hat die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung beschlossen
Das Bundeskabinett hat die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2016 beschlossen. Der Bundesrat hat dieser Verordnung zugestimmt; eine Verkündung im BGBl erfolgte.

Mit dieser Verordnung werden die maßgeblichen Rechengrößen der Sozialversicherung gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr (2014) turnusgemäß angepasst. Die Werte werden – wie jedes Jahr – auf Grundlage klarer, unveränderter gesetzlicher Bestimmungen mittels Verordnung festgelegt.

Die den Sozialversicherungsrechengrößen 2016 zugrundeliegende Einkommensentwicklung im Jahr 2014 betrug im Bundesgebiet 2,66 Prozent, in den alten Bundesländern 2,54 Prozent und in den neuen Bundesländern 3,39 Prozent. Bei der Ermittlung der jeweiligen Einkommensentwicklung wird auf die Veränderung der Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer ohne Personen in Arbeitsgelegenheiten mit Entschädigungen für Mehraufwendungen („Ein-Euro-Jobs“) abgestellt.

Die wichtigsten Rechengrößen für das Jahr 2016 im Überblick:

Sozialversicherungsrechengrößen

Monat (West)

Jahr (West)

Monat (Ost)

Jahr
(Ost)

Beitragsbemessungsgrenze:
allgemeine Rentenversicherung

6.200 €

74.400 €

5.400 €

64.800 €

Beitragsbemessungsgrenze:
knappschaftliche Rentenversicherung

7.650 €

91.800 €

6.650 €

79.800 €

Beitragsbemessungsgrenze:
Arbeitslosenversicherung

6.200 €

74.400 €

5.400 €

64.800 €

Versicherungspflichtgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung(für bereits am 31.12.2002 privat Krankenversicherte gilt der Betrag der Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung)

4.687,50 €

56.250 €

4.687,50 €

56.250 €

Beitragsbemessungsgrenze:
Kranken- u. Pflegeversicherung

4.237,50 €

50.850 €

4.237,50 €

50.850 €

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

2.905 €*

34.860 €*

2.520 €

30.240 €

vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in der Rentenversicherung                         36.267 €
* In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt dieser Wert bundeseinheitlich.

Arbeitnehmer, die in der gesetzlichen Krankenversicherung wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfrei sind, haben einen Anspruch auf einen steuerfreien Beitragszuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung vom Arbeitgeber.

Beitragszuschuss des Arbeitgebers (Krankenversicherung mit Anspruch auf Krankengeld) in der Krankenversicherung (alle Bundesländer)
monatlich
in der Pflegeversicherung
(außer Sachsen)
monatlich
in der Pflegeversicherung
(nur Sachsen)
monatlich
2013

287,44 €

40,36 €

20,67 €

2014

295,65 €

41,51 €

21,26 €

2015

301,13 €

48,47 €

27,84 €

2016

309,34 €

49,79 €

28,60 €