Beschluss vom 28.10.2015 (AZ: II R 46/13)

Bei der Erbschaftsteuer wirken Steuerschulden, die auf einer Steuerhinterziehung des Erblassers beruhen, nur dann erwerbsmindernd, soweit die hinterzogene Steuer nach dem Erbfall auch tatsächlich festgesetzt wird. Demgegenüber ist der BFH früher davon ausgegangen, dass eine wirtschaftliche Belastung im Hinterziehungsfall auch gegeben sei, wenn der Erbe das zuständige FA zeitnah über die Steuerangelegenheit unterrichtet (BFH-Urteil vom 24. März 1999 II R 34/97). Hieran hält der BFH jetzt nicht mehr fest.
Die Entscheidung ist auf den Webseiten des BFH veröffentlicht.
Beschluss vom 28.10.2015  (AZ: II R 46/13)
Pressemitteilung des BFH Nr. 16 vom 17.02.2016