Optionsbedingte Verluste sind bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 Buchst. a EStG zu berücksichtigen.

Dies folgt aus dem Wortlaut, der systematischen Stellung und dem Sinn und Zweck der Regelung. Es ist dabei unerheblich, ob der Anleger aufgrund der Option auch den zugrundeliegenden Basiswert erwirbt oder ob er einen sich aus dem Optionsgeschäft ergebenen Unterschiedsbetrag in bar ausgleicht. Die Anschaffung der Option und der Ausgang des Optionsgeschäfts sind als Einheit zu betrachten Die Steuerpflichtigen dürfen daher den Wertverlust mit anderen Einkünften aus Kapitalvermögen (z.B. Einnahmen aus Zinsen oder Dividenden) verrechnen und steuerlich nutzen.

Die Entscheidungen sind auf den Webseiten des BFH veröffentlicht.

Urteile vom 12.1.2016 (AZ: IX R 48/14IX R 49/14IX R 50/14)

Pressemitteilung des BFH Nr. 21 vom 2.3.2016