Kostenerstattung für öffentliche Verkehrsträger.

Überlassung der BahnCard 50 durch den Arbeitgeber

Die Aufwendungen des Arbeitgebers für eine BahnCard können ungeachtet der privaten Nutzungsmöglichkeit (z. B. an Wochenenden) steuerfreien Reisekostenersatz darstellen. Entscheidend ist, dass durch die BahnCard im Ergebnis geringere Fahrtkosten während der Auswärtstätigkeit entstehen, als dies beim normalen Bahntarif für die Reisetätigkeit der Fall wäre.
Bei der Beschaffung einer BahnCard 50 durch den Arbeitgeber, die dem Arbeitnehmer zur dienstlichen und privaten Nutzung zur Verfügung gestellt wird, ist kein geldwerter Vorteil zu besteuern, wenn in einem Prognosemodell die voraussichtliche Amortisation glaubhaft gemacht wird. D. h. die durch die Nutzung der BahnCard auf Auswärtstätigkeiten ersparten Fahrtkosten erreichen oder übersteigen den Wert der BahnCard im Laufe des zwölfmonatigen Gültigkeitszeitraums.
Eine Nachversteuerung scheidet selbst dann aus, wenn die erwartete Prognose aus unvorhersehbaren Gründen (z. B. bei längerfristiger Krankheit) nicht eingetreten ist.

Beispiel
Die Fahrtkosten des Arbeitnehmers für Auswärtstätigkeiten betragen in 2016 insgesamt 1.000 €. Durch den Erwerb einer BahnCard 50 (Kosten: 255 €) würden sich die laufenden Kosten auf 500 € verringern, da sich der Fahrpreis um 50 % ermäßigt.
Die Gesamtkosten für die BahnCard sind – neben den unmittelbaren Fahrtkosten – steuerfrei erstattbar. Mit Erwerb der BahnCard sind Fahrtkosten von (500 € + 255 € =) 755 € entstanden. Diese Kosten liegen unter den ansonsten zu entrichtenden Fahrtkosten von 1.000 €. Damit ist die Gestellung der BahnCard lohnsteuerfrei. Erwirbt der Arbeitnehmer für den privaten Bereich Fahrkarten, sind die sich ergebenden Preisvorteile kein steuerpflichtiger Arbeitslohn.

 

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