BFH-Urteile vom 10.03.2016 (AZ: III R 62/12) und vom 04.02.2016 (AZ: III R 17/13)

Lebt ein Kind im EU-Ausland bei der geschiedenen Ehefrau, ist sie, nicht aber der in Deutschland lebende Vater kindergeldberechtigt.

Entscheidend ist hierfür die unionsrechtliche Vereinheitlichung der nationalen Regelungen zur sozialen Sicherheit (Art. 60 Abs. 1 Satz 2 der ab dem 1. Mai 2010 geltenden VO Nr. 987/2009). Danach ist bei Ansprüchen auf Familienleistungen in grenzüberschreitenden Sachverhalten die gesamte Familie so zu behandeln, als würde sie in dem Mitgliedstaat wohnen, dessen Familienleistungen beansprucht werden (Wohnsitzfiktion).

Inhaltsgleich hat der BFH in einem zweiten Urteil vom 10. März 2016 III R 62/12 entschieden.

Die Entscheidungen sind auf den Webseiten des BFH veröffentlicht.
Urteil vom 10.03.2016  (AZ: III R 62/12) und Urteil vom 04.02.2016  (AZ: III R 17/13)
Pressemitteilung des BFH Nr. 42 vom 08.06.2016