2012 hat es zahlreiche Gesetzesänderungen, Erlasse und BFH-Entscheidungen gegeben, die die Besteuerung von Personenunternehmen/Personengesellschaften betreffen. Die praxisrelevanten Änderungen durch das Jahressteuergesetz 2013 werden vorgestellt – einschließlich der umsatzsteuerlichen Auswirkungen. Das BMF hat sich u.a. zur Überführung / Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern zwischen verschiedenen Betriebsvermögen geäußert. Hierbei sind die umsatzsteuerlichen Auswirkungen zu beachten, die in der Praxis häufig nicht erkannt werden. Die Übertragung / Einbringung von Betrieben und Mitunternehmeranteilen bei § 4 III-Rechnern unter Zurückbehaltung von Forderungen – Übergangsgewinn / Sonderbetriebsvermögen – gehört zum steuerlichen Tagesgeschäft.
Immer wieder bereitet auch das Ausscheiden von Gesellschaftern mit negativen Kapitalkonten Probleme. An einem praxisnahen Fall wird diese Problematik anschaulich dargestellt.

Atypisch stille und stille Gesellschaften bieten zuweilen eine interessante Gestaltungsvariante zu den klassischen Personengesellschaften. Die einzelnen Abgrenzungsmerkmale und die steuerlichen Vor- und Nachteile  werden herausgestellt.

Die Finanzgerichte und auch bereits der BFH haben der Auffassung der Finanzverwaltung im Zusammenhang mit der Bildung und Auflösung von Investitionsabzugsbeträgen nach § 7g EStG in weiten Teilen widersprochen. Daraus ergeben sich für die Praxis interessante Gestaltungsmöglichkeiten.

 

Referent(en) Dipl.-Finw. (FH) Heinz Flügge, Steuerberater, Hamburg
Dipl.-Finw. (FH) Markus Perschon, Steuerberater, Escheburg

Seminarinhalte für das Seminar „Aktuelle Besteuerung von Personenunternehmen / Personengesellschaften 2013“

  1. Auswirkungen der Gesetzesänderungen auf den Bereich Einzelunternehmen / Personengesellschaften durch das Jahressteuergesetz 2013
  2. Ausscheiden von Gesellschaftern mit negativem Kapitalkonto – Folgen für den Ausscheidenden sowie Eintretenden bzw. für verbleibende Gesellschafter
    1. Veräußerung, Ausscheiden gegen (Sach-)Wertabfindungen
    2. Unentgeltliche Übertragung, teilentgeltliche Übertragung
    3. Besonderheiten in Fällen des § 15a EStG
  3. Atypisch stille und stille Gesellschaften
    1. Gründung und Abgrenzung
    2. Stille Beteiligungen im Privatvermögen / Betriebsvermögen
    3. Anwendungsbereich der Abgeltungsteuer
    4. Mitunternehmerschaft
    5. Ein- und Austritt von Gesellschaftern
  4. Gesamtplanrechtsprechung – aktuelle Rechtsprechung und Entwicklung, insbesondere
    1. Übertragung von Wirtschaftsgütern zwischen Personengesellschaften
    2. Übertragungen / Umwandlungen unter Zurückbehaltung von Wirtschaftsgütern
    3. Vorgeschaltete Übertragung von Wirtschaftsgütern
  5. Übertragung / Einbringung von Betrieben und Mitunternehmeranteilen bei § 4 III-Rechnern unter Zurückbehaltung von Forderungen – Übergangsgewinn / Sonderbetriebsvermögen
  6. Aktuelle Entwicklungen bei § 15a EStG
    1. Handels- oder Steuerbilanz?
    2. Abgrenzung Kapitalkonto / Darlehenskonto
    3. Fiktive Gewinnzurechnung bei Einlageminderung
  7. Neue Entwicklungen beim Schuldzinsenabzug gem. § 4 Abs. 4a EStG
  8. Aktuelle Entwicklungen bei § 7g EStG
    1. Fortführung von Investitionsabzugsbeträgen bei unentgeltlichen Übertragungen und bei Einbringung und Umwandlung
    2. Aktuelle BFH-Urteile im Widerspruch zum BMF-Schreiben vom 8.5.2009 – Reaktionen der Finanzverwaltung
  9. Grunderwerbsteuer
    1. Anteilsvereinigung – Grundlagen, Steuerbefreiungen
    2. Übertragung von Grundstücken an Gesellschafter und Anwachsung
  10. Aktuelle Entwicklungen bei der Gewerbesteuer
    1. Hinzurechnung von Finanzierungsanteilen
    2. Gewerbesteuer als Betriebsausgabe
    3. Erweiterte Kürzung bei Grundstücksunternehmen
  11. Beteiligung von Ausländern an inländischen Personengesellschaften
    1. Musterfall, Darstellung der einschlägigen nationalen und DBA-Regelungen
    2. Behandlung von Sondervergütungen
  12. Umsatzsteuerliche Konsequenzen von Überführungen bzw. Übertragungen von Wirtschaftsgütern gemäß § 6 Abs. 5 EStG
  13. Integrierte Versorgung bei ärztlichen Gemeinschaftspraxen, Anwendung der Abfärberegelung