Sonderbetriebsvermögen im Fokus: Mehr Sicherheit bei der Gesellschaftsbilanz sowie dem Gesamthand- und Sonderbereich

Die Begriffe „Gesellschaftsbilanz, Gesamthands- und Sonderbereich“ sind zwar weithin bekannt, verursachen aber dennoch Unsicherheiten im steuerberatenden Berufsalltag, sobald ein konkreter Fall zu beurteilen ist. In der steuerberatenden Praxis sind oftmals komplexe Fälle zu beurteilen, die sowohl den Gesamthandsbereich der Gesellschaft als auch besondere Zuordnungsfragen zum Sonderbetriebsvermögen betreffen. Fehlentscheidungen des steuerlichen Beraters können u.U. hohe Spätschadensrisiken hervorrufen.

Im Rahmen der Seminarveranstaltung „Das steuerliche Sonderbetriebsvermögen bei Mitunternehmerschaften“ wird ausführlich erläutert, in welchen Fällen eine Zuordnung zum Sonderbetriebsvermögen eines Mitunternehmers vorzunehmen ist. Gleichzeitig wird aber auch erklärt, in welchen Fällen das Rechtsinstitut der „Mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung“ Vorrang haben könnte und kein Sonderbetriebsvermögen abzubilden ist. Zudem wird die Thematik der „Sonderbilanzierung“ ab dem VZ 2016 von größerer Bedeutung, weil für Gewinnermittlungszeiträume ab 2015 etwaige Sonderbilanzinhalte sowie die dazu gehörende Sonder-GuV in die Taxonomie einzubinden sind.

 

Referent(en) Dipl.-Finanzwirt Wolfram Gärtner, Neuss

Seminarinhalte für das Seminar „Das steuerliche Sonderbetriebsvermögen bei Mitunternehmerschaften*“

  1. Die typischen Fälle des steuerlichen Sonderbetriebsvermögens
    1. Warum gibt es im Steuerrecht Sonderbetriebsvermögen der Gesellschafter?
    2. Wann entsteht notwendiges Sonderbetriebsvermögen I und II?
    3. Vorgänge, die im Sonderbetriebsvermögen korrespondierend zu bilanzieren sind
    4. Ist die Bildung von gewillkürtem Sonderbetriebsvermögen möglich?
    5. Problemfall: GmbH-Anteile im Sonderbetriebsvermögen
    6. Das typische Sonderbetriebsvermögen bei GmbH & Co. KG
  2. Die Sonderfälle des steuerlichen Sonderbetriebsvermögens
    1. Bruchteils- und Gesamthandsgemeinschaften
    2. Problemfall: Zuordnungsvorrang zum Sonderbetriebsvermögen, wenn ein Mitunternehmer sein eigenes Betriebsvermögen zur Nutzung überlässt
    3. Sonderbetriebsvermögen bei doppelstöckigen Personengesellschaften
    4. Sonderbetriebsvermögen als funktional wesentliche Betriebsgrundlage
    5. Aktuelle Rechtsentwicklungen zur Einhaltung der funktionalen Betrachtungsweise
  3. Die mitunternehmerische Betriebsaufspaltung
    1. Welche Konstellation führt zu einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung?
    2. Rechtsfolgen einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung
    3. Welche Auswirkungen ergeben sich beim Wegfall der Betriebsaufspaltung?