Der Vorsteuerabzug, das Kernstück des „Mehrwertsteuersystems“, ist für die tägliche Arbeit von enormer Bedeutung

Umfangreiche Änderungen durch die europäische und nationale Rechtsprechung sowie die Anpassung von nahezu allen Verwaltungsanweisungen in den letzten Jahren erfordern es, den Vorsteuerabzug aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

In diesem Seminar werden alle Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug umfangreich erörtert und mit zahlreichen, praxisorientierten Beispielen versehen. Die Bedeutung des Vorsteuerabzuges für die Besteuerung von unentgeltlichen Wertabgaben sowie dessen Berichtigung nach § 15a UStG gehören zum Kernbereich des Seminars. Das gilt auch für die Zuordnung von Eingangsleistungen zum Unternehmen. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die teilunternehmerische Nutzung von PKWs sowie von Grundstücken gesetzt.

 

Referent(en) Dipl.-Finw. (FH) Florian Krause, Celle

Seminarinhalte für das Seminar „Der Vorsteuerabzug 2015*“

  1. Funktion und Wirkungsweise des Vorsteuerabzuges
    1. Der Vorsteuerabzug und das Nettoallphasenumsatzsteuersystem
    2. Zusammenhang zwischen Eingangs- und Ausgangsumsätzen
  2. Persönliche Voraussetzungen des Vorsteuerabzuges nach § 15 Abs. 1 UStG
    1. Gesellschaften als Leistungsempfänger
    2. Besonderheiten im Blickpunkt der aktuellen Rechtsprechung
  3. Sachliche Voraussetzungen im Hinblick auf die 3-Sphären-Theorie
    1. Die Relevanz der Verwendungsabsicht
    2. Unternehmerische Mindestnutzung
    3. Sphäre I – Wirtschaftliche Tätigkeiten
    4. Sphäre II – Nichtwirtschaftliche Tätigkeiten im engeren Sinne
    5. Sphäre III – Unternehmensfremde Tätigkeiten
    6. Leistungsbezug für teilunternehmerische Tätigkeiten
    7. Zuordnungsobjekt
    8. Zuordnungsgebot, -verbot und -Wahlrecht
  4. Weitere sachliche Voraussetzungen i. S. d. § 15 Abs. 1 UStG
    1. Ordnungsgemäße Rechnungen i. S. d §§ 14, 14a UStG
    2. Beweislast und Gutglaubensschutz beim Vorsteuerabzug
    3. Zeitpunkt des Vorsteuerabzuges im Zusammenhang mit Rechnungsberichtigungen
    4. Besonderheiten im Zusammenhang mit der Erwerbsbesteuerung und Umsätzen i. S. d. § 13b UStG
  5. Ausschluss vom Vorsteuerabzug
    1. Repräsentationsaufwendungen i. S. d. § 15 Abs. 1b UStG
    2. Teilunternehmerisch genutzte Grundstücke und die Wechselwirkung im Zusammenhang mit unentgeltlichen Wertabgaben
    3. Ausschluss des Vorsteuerabzugs nach § 15 Abs. 2 und 3 UStG
  6. Aufteilung von Vorsteuern nach § 15 Abs. 4 UStG
    1. Aufteilungsobjekt
    2. Aufteilungsmaßstab