Beratungschancen und Gefahren des Umwandlungssteuererlasses vom 11.11.2011

Die Anwendung der Regelungen des Umwandlungssteuererlass vom 11.11.2011 in der Praxis zeigt mehr und mehr die Gefahren, aber auch die Beratungschancen auf. Viele Berater treten in tückische und kaum erkennbare Umstrukturierungsfallen – mit teilweise ganz verheerenden steuerlichen Folgen!

Damit Ihnen das nicht passiert, werden im Rahmen dieser Veranstaltung die größten Fallen und Gefahrenherde aus der bisherigen praktischen Erfahrung aufgezeigt und Möglichkeiten zur Vermeidung im Rahmen der Beratung dargestellt. Beratungschancen werden detailliert aufgezeigt und anhand von Fallgestaltungen aus der Praxis dargestellt. Das Seminar eignet sich besonders für Teilnehmer, die aktuell Umstrukturierungen beraten bzw. vorbereiten. Teilnehmer, die Ihre Kenntnisse im Umwandlungssteuerrecht ergänzen bzw. aktualisieren wollen, sollten diese Veranstaltung nutzen.

Die Teilnehmer erhalten Arbeitsunterlagen, die auch für die praktische Arbeit hilfreich sind. Nutzen Sie das Seminar, um sich über die größten Gefahren aus erster Hand zu informieren und sich mögliche Gestaltungshinweise aufzeigen zu lassen.

 

Referent(en) Dipl.-Finanzwirt (FH) Dirk Krohn, Steueroberamtsrat
Groß- und Konzernbetriebsprüfung des Landes Schleswig-Holstein

Seminarinhalte für das Seminar „Die 13 größten Fallen und Chancen im Rahmen von Umstrukturierungen“

  1. Gefahr der Aufdeckung sämtlicher stiller Reserven durch Fehlbuchung bei der übernehmenden PersG
  2. Gewerbesteuerfalle für fiktive Dividenden bei Umwandlung einer KapG in eine PersG
  3. Gewerbesteuerfalle nach einer Umwandlung einer KapG auf eine PersG
    1. Veräußerung der „neuen“ Mitunternehmeranteile innerhalb von 5 Jahren
    2. Betriebsaufgabe der aufnehmenden PersG
    3. Veräußerung von Teilbetrieben aus der übernehmenden PersG
    4. Absicherung der anfallenden GewSt für den Erwerber (Sicht des Erwerbers)
    5. Berücksichtigung der anfallenden GewSt im Rahmen der Kaufpreisverhandlungen (Sicht des Veräußerers)
  4. Gewinnerhöhung durch Vereinigung von Forderungen und Verbindlichkeiten (Konfusion)
    1. Möglichkeit der Rücklagenbildung
    2. „Falle“ im Zusammenspiel mit § 8b Abs. 3 Sätze 4 bis 8 KStG
    3. Vermeidung der Entstehung durch Nutzung von Bilanzierungswahlrechten in der Steuerbilanz (BilMoG)
  5. Teilbetriebsvoraussetzung bei Spaltungen und Einbringungen
  6. Einbringung in eine KapG = Risiko durch Entnahmen im Rückwirkungszeitraum
  7. Einbringung in eine KapG = Chancen des Erwerbs von sperrfristbehafteten erhaltenen Anteilen nach § 20 UmwStG
  8. Einbringung in eine KapG = Risiko der Nichtbeachtung der Nachweispflichten nach § 22 Abs. 3 UmwStG
    1. Doppelte Veräußerungsfiktion
    2. Möglichkeiten der Nachholung der Nachweispflichten
    3. Absicherung der Nachweispflichten beim Anteilstausch für die eingebrachten Anteile
  9. Einbringung in eine KapG § 20 UmwStG durch eine natürliche Person = Gewerbesteuerpflicht des Einbringungsgewinns I
  10. Einbringung in eine KapG = Ersatzrealisationstatbestände als schädliche Ereignisse für die Auslösung der rückwirkenden Besteuerung/Billigkeitsregelungen
  11. Einbringung in eine KapG = Verlagerung von stillen Reserven auf andere Gesellschaftsanteile
    1. Nachweispflichten
    2. Einbringender als Steuerschuldner
    3. Notwendigkeit von Steuerklauseln im Rahmen von Kapitalerhöhungen und Gründungen
  12. Anteilstausch = Besitzzeitanrechnung trotz fehlender Rückwirkungsfiktion – Chance der Nutzung des gewerbesteuerlichen Schachtelprivilegs
  13. Mittelbare Veräußerung nach einer Spaltung/Nachspaltungsveräußerungssperre
    1. Fallkonstellation aus der Praxis
    2. Vermeidung der mittelbaren Veräußerung
    3. Beachtung der Nachspaltungsveräußerungssperre durch die Beratung
  14. Gefahr des konkludenten Antrags auf BW-Fortführung
    1. Fallkonstellation aus der Praxis
    2. Konkludenter BW-Antrag nach einer Verschmelzung beim Anteilseigner der verschmolzenen Gesellschaften
    3. Beraterfalle der Wertaufholung nach § 6 EStG
  15. Chancen und Gefahren durch das Wertansatzwahlrecht Buchwert / Zwischenwert / Gemeiner Wert und dessen Ausübung