Darstellung aller wichtigen Beratungsaspekte rund um Personengesellschaften aus beratungsorientierter Sicht

In kaum einem steuerlichen Beratungsfeld ist gegenwärtig so viel Bewegung wie in jenem der Personengesellschaften. Ursächlich dafür ist u.a. eine Verschiebung der bisherigen Betrachtungsweise durch die Rechtsprechung in wichtigen Gestaltungskonstellationen wie der vorweggenommenen Erbfolge und der teilentgeltlichen Übertragung von Wirtschaftsgütern.

Da die Finanzverwaltung der geänderten Rechtsprechung noch nicht folgt, ist in Gestaltungsfällen anders vorzugehen als im Rahmen der Abwehrberatung. – Im Zuge des Seminars „Personengesellschaften“ werden die Beratungsaspekte rund um die Personengesellschaft aus beratungsorientierter Sicht durch Herrn Dr. Geck und Herrn Dr. Strahl, aber auch aus Sicht der Finanzverwaltung durch Herrn Brandenberg (Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen), dargestellt. Das Seminar richtet sich an praxiserfahrene Berater, die sich auf hohem Niveau fortbilden wollen.

 

Referent(en) Dr. Martin Strahl, Steuerberater, Köln
Hermann Bernwart Brandenberg, Ltd. Ministerialrat, Düsseldorf
Dr. Reinhard Geck, Steuerberater/RA/Notar, Hannover

Seminarinhalte für das Seminar „Expertenseminar für Berater von Personengesellschaften 2013“

  1. Beratungsbrennpunkt vorweggenommene Erbfolge
    1. Aufgabe der Gesamtplanannahme durch den BFH
    2. Zurückbehaltung von Wirtschaftsgütern
    3. Unterquotale und überquotale Zurückbehaltung von Sonderbetriebsvermögen bei Übertragung eines Mitunternehmeranteils
  2. Beratungsbrennpunkt Übertragung einzelner Wirtschaftsgüter des Betriebsvermögens
    1. Überführungsvorgänge im Anwendungsbereich des § 6 Abs. 5 Satz 1 und 2 EStG
    2. Übertragungsvorgänge im Anwendungsbereich des § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG
    3. Trennungstheorie und § 6 Abs. 5 EStG
    4. Gestaltungsüberlegungen bei Übertragungen zwischen Schwesterpersonengesellschaften
    5. Beratungsrelevante Berührungspunkte zum Umsatzsteuerrecht, zum Grunderwerbsteuerrecht und zum Schenkungsteuerrecht
  3. Beratungsbrennpunkt Einlage oder Einbringung einzelner Wirtschaftsgüter aus dem Privatvermögen
    1. Kapitalkontenstruktur
    2. Vermeidung der Realisation stiller Reserven
    3. Generierung neuen AfA-Potentials – Gestaltungsinstrument „gewerblich geprägte Personengesellschaft“
  4. Beratungsbrennpunkt Aufnahme eines Mitunternehmers
    1. Anwendungsfälle des § 24 UmwStG
    2. Gesamtplan
    3. Mischentgelt
    4. Wertansatzwahlrecht
    5. Begründung einer mitunternehmerischen Betriebsaufspaltung
    6. Zuzahlung in das Privatvermögen
  5. Beratungsbrennpunkt Ausscheiden eines Mitunternehmers
    1. Realteilung
    2. Sachwertabfindung
    3. Konsequenzen der Aufgabe der Trennungstheorie
    4. Fortführung der beruflichen Tätigkeit
  6. Beratungsbrennpunkt entgeltliche Praxisübertragung
    1. Praxiswert und Vertragsarztzulassung
    2. Freiberufliche Betriebsaufspaltung durch Verpachtung des Mandantenstamms
    3. Gesamtplan bei §§ 16, 34 EStG
    4. Wiederkehrende Leistungen
  7. Transparenz und Intransparenz der Mitunternehmerschaft
    1. Gewinnermittlungssubjekt
    2. Durchbrechung des Maßgeblichkeitsprinzips
    3. Fallgruppen des Durchgriffs auf die Gesellschafter
  8. Beratungsschwerpunkt Gewerbesteuer
  9. Beratungsbrennpunkt grenzüberschreitende Mitunternehmerschaft
    1. Sondervergütung an ausländische Gesellschafter
    2. Fremdvergleichsgrundsatz
    3. Gewerblich geprägte Personengesellschaft als Schutz vor Steuerentstrickung bei Wegzug
  10. Steuerpflicht von Streubesitzdividenden und Wirkung auf die Mitunternehmerschaft