Wie Sie existenzbedrohende Hinzuschätzungen und einen „Besuch“ der Steuerfahndung vermeiden.

Die Betriebsprüfung bedroht Selbstständige mit viel Bargeschäft immer stärker in ihrer Existenz.

Die Betriebsprüfer entdecken zunehmend Fehler in der Kassenbuchführung, auf die früher weniger geachtet wurde. Auch die Rechtsprechung stellt immer strengere Anforderungen an die Dokumentation. Mängel in der Kassenbuchführung werden zudem oft hart geahndet, spezialisierte Betriebsprüfer werten Registrierkassen und EDV-Systeme aus.

Nachdem schon das BMF-Schreiben zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften im Jahr 2010 die großzügigere Verwaltungsanweisung aus dem Jahr 1996 abgelöst hat, zeichnen sich weitere Verschärfungen ab. Ab dem Veranlagungsjahr 2015 gelten die neuen Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff (GoBD). Außerdem ist mit Gesetzesänderungen zu rechnen. Das BMF hat bereits den Entwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen sowie den Entwurf einer technischen Verordnung zur Durchführung dieses Gesetzes vorgelegt.

Wie können existenzbedrohende Hinzuschätzungen und ein „Besuch“ der Steuerfahndung vermieden werden? Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen benötigen Beratung und Unterstützung vor und während der Betriebsprüfung sowie bei Investitionsentscheidungen.

 

Referent(en) Dr. Christian Kläne, Oberregierungsrat, Finanzamt Oldenburg

Kosten für das Seminar „Risiko Betriebsprüfung bei bargeldintensiven Unternehmen – GoBD, Kassenrichtlinien und Co.*“

Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 100.00 und beinhaltet die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Sollten wir Ihre Anmeldung wegen Überbuchung des Seminars ausnahmsweise nicht berücksichtigen können, werden wir Sie benachrichtigen.

Seminarinhalte für das Seminar „Risiko Betriebsprüfung bei bargeldintensiven Unternehmen – GoBD, Kassenrichtlinien und Co.*“

  1. Aktueller Prüfungsschwerpunkt Bargeschäfte
    1. Die Bedeutung der Kassenführung
    2. Aufzeichnungspflichten
    3. Unterschiede bei Bilanzierung und Einnahmeüberschussrechnung
    4. Registrierkassen, PC-Kassen, offene Ladenkasse
    5. Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften (BMF-Schreiben vom 26.11.2010), Ablauf der Übergangsfrist am 31.12.2016 – was passiert 2017?
      (Datenzugriff auf Kassensysteme, Verwaltungspraxis und aktuelle Rechtsprechung)
    6. Änderungen in der Betriebsprüfung aufgrund der GoBD?
    7. Referentenentwurf eines Gesetzes zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen vom 18. März 2016
    8. Zukunft von INSIKA? Kommt eine Registrierkassenpflicht?
    9. Die Schätzung nach § 162 AO
  2. Praxisfälle
    1. Einzelhandel, Kassenführung ohne elektronische Unterstützung (offene Ladenkasse), Einnahmeüberschussrechner
    2. Gastronomie, Kassenführung mit elektronischer Registrierkasse (Altkasse, nicht aufrüstbar)
      Gastronomie, Kassenführung mit elektronischer Registrierkasse (modern, aufrüstbar)
    3. Bäckerei mit Filialen, Kassenführung mit vernetzten Registrierkassen und Back-Office-Software
    4. Apotheke, Warenwirtschaftssystem mit Kassenmodul und Scannerkassen
    5. Handwerksbetrieb, nur gelegentliches Bargeschäft, Auslagenersatzkasse
    6. Autohandel, bargeldintensiv

Dieses Seminar wird in Sachsen-Anhalt von der Studien-Akademie Magdeburg (SAM) am 21.09.2016 in Halle sowie am 22.09.2016 in Magdeburg angeboten. Bitte melden Sie sich für diese Termine ausschließlich mit dem Anmeldeformular der SAM an.