Aktuelles Wissen zur Reform des steuerlichen Reisekostenrechts.

Der Gesetzgeber hat die Reform des steuerlichen Reisekostenrechts beschlossen. Die Reform kommt seit dem 1.1.2014 zur Anwendung. Das gesamte Reisekostenrecht ist von den Änderungen betroffen. Die Neuregelungen sind auch für die Arbeitgebererstattung von Reisekosten von Bedeutung.

Berücksichtigt werden muss die Definition der ersten Tätigkeitsstätte, durch die ab 2014 eine Reisekostenabrechnung gänzlich ausscheiden kann. Liegt eine Reisetätigkeit weiterhin vor, sind die neuen Bestimmungen zur Abrechnung von Fahrtkosten, Tagegeldern und Übernachtungskosten zu beachten. Bei der Tagegeldsatzermittlung müssen die vielfältigen Regelungen zur Kürzung von Mahlzeitengestellungen während einer Auswärtstätigkeit (insbesondere Frühstückskürzung) beachtet werden. Zudem gilt es, neue Aufzeichnungspflichten umzusetzen, sowie die Folgerungen aus dem neuen Reisekostenrecht auf die Dienstwagengestellung zu ziehen. Nur hierdurch werden Haftungsrisiken für den Arbeitgeber vermieden.

Das Seminar Reisekosten 2014 zeigt praxisnah und anhand zahlreicher Beispielsfälle auf, wie die aktuellen Neuerungen zeitnah in den Betrieben umgesetzt werden können.

Sie erhalten eine umfassende und praxisrelevante Vertiefung der steuerlichen Reisekostenabrechnung für Arbeitnehmer und Unternehmer unter spezieller Berücksichtigung der aktuellen gesetzlichen Änderungen. Sie lernen, die bestehenden und die neuen Regelungen auch aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht ohne Nachteile umzusetzen.

 

Referent(en) Dipl.-Finanzwirt Michael Seifert, Steuerberater, Troisdorf

 

Seminarinhalte für das Seminar „Reisekosten 2014“

  1. Aktuelle Neuerungen
    1. Vergleich: Alte und neue Rechtslage
    2. Überblick über die gesetzliche Reform des steuerlichen Reisekostenrechts
      (Vergleich „neue“ und „alte“ Rechtslage)
    3. BMF-Einführungsschreiben v. 30.9.2013  zur Reform des Reisekostenrechts
  2. Erste Tätigkeitsstätte
    1. Maximal eine erste Tätigkeitsstätte je Dienstverhältnis
      (Sonderfall: Home-Office)
    2. Erste Tätigkeitsstätte und Einsatz beim Kunden/bei einem verbundenen Unternehmen
    3. Bildungseinrichtungen als erste Tätigkeitsstätte
    4. Dauerhafte Zuordnung
    5. Wirkungsweise einer dienstlichen oder arbeitsvertraglichen Regelung und Gestaltungsgrenzen
    6. Auswirkungen der Neudefinition auf die Dienstwagengestellung
  3. Fahrtkosten
    1. Abrechnung nach tatsächlichem Aufwand/mit pauschalen Kilometersätzen
    2. Besonderheit: Fahrtkostenabrechnung und großräumiges Arbeitsgebiet
    3. Besonderheit: Fahrtkostenabrechnung und arbeitstägliche Betriebsfahrten
      (ohne erste Tätigkeitsstätte)
    4. Dienstwagengestellung während einer Auswärtstätigkeit
  4. Mehraufwand für Verpflegung (Tagegeld)
    1. Neue Systematik bei der Ermittlung des Tagegeldsatzes 2014
    2. Neues zur 3-Monatsfrist
    3. Kürzung von Tagegeldern
      (z. B. Frühstückskürzung bei Hotelrechnungen bzw. Kürzung von Mittagessen während einer Seminarveranstaltung)
    4. Abrechnung von Auslandsreisen
      (BMF-Schreiben v. 11.11.2013)
    5. Pauschalierung von Tagegeldern
      (Gesetzliche Neuregelung und Gestaltungsmöglichkeiten)
  5. Mahlzeitengestellung während einer Auswärtstätigkeit
    1. Neue Systematik bei der Erfassung von Mahlzeitengestellungen 2014 und Gestaltungsmöglichkeiten
    2. Lohnsteuerpauschalierung von geldwerten Vorteilen
    3. Neue Aufzeichnungs- und Erfassungspflichten
  6. Übernachtungskosten
    Gesetzesänderung 2014
  7. Reisekostenersatz durch Arbeitgeber / Aufzeichnungspflichten
    1. Tagegelder auf der Lohnsteuerbescheinigung
    2. Großbuchstabe „M“ auf der Lohnsteuerbescheinigung
    3. Betrieblicher Reisekostenanspruch und steuerfreie Erstattung
    4. Zeitpunkt der Reisekostenabrechnung
  8. Doppelte Haushaltsführung
    1. Vorliegen einer doppelten Haushaltsführung (neue Regelungen)
    2. Folgewirkung aus der engen Definition der ersten Tätigkeitsstätte
    3. Fahrtkostenabrechnung (Familienheimfahrten und Dienstwagengestellung)
    4. Tagegelder (Neues zur 3-Monatsfrist)
    5. Übernachtungskosten (neue 1.000 €-Grenze)