Das jährliche Wissens-Update rund um die Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften.
Dienstleistungen, Handel, Werklieferungen – der europäische Markt wächst immer stärker zusammen.
Dabei wurde und wird in 2014 und 2015 die umsatzsteuerrechtliche Beurteilung im Binnenmarkt erheblichen Veränderungen unterworfen – und die Änderungen durch Gesetzgebung und Rechtsprechung reißen nicht ab. Sie benötigen daher zuverlässige und fundierte Informationen.

Das Seminar vermittelt das jährliche Wissens-Update rund um die Umsatzsteuer bei Auslandsgeschäften im europäischen Markt.

 

Referent(en) Dipl.-Finw. Jürgen R. Schott, Steuerberater, Wustermark

Seminarinhalte für das Seminar „Umsatzsteuer-Auslandssachverhalte*“

  1. Praxisprobleme der Erwerbsbesteuerung im Binnenmarkt
    1. Warenbezug aus Drittstaaten
    2. Innergemeinschaftliches Verbringen oder „vorübergehende Verwendung“ von Gegenständen im Zusammenhang mit Lieferorten im übrigen Binnenmarkt
    3. Wichtig: Vorsteuerabzug der Erwerbssteuer (u. a. Rechnungsvoraussetzungen, verschobener innergemeinschaftlicher Erwerb: Gefahrenpunkt und Storno der besonderen Erwerbsbesteuerung bei Betriebsprüfung, die „Facet-Falle“, Nachweis der Erwerbsbesteuerung im anderen EU-Land)
  2. Innergemeinschaftliche Liefergeschäfte
    1. Gelangensbestätigung in der Praxis
    2. Reihengeschäfte im Binnenmarkt (Konflikt FinVerw – BFH – EuGH, wichtig und hochaktuell: die Zuordnung der Warenbewegung bei Transportveranlassung durch den „mittleren Unternehmer“ in der Reihe, Praxisumsetzung anhand Leitfaden)
    3. Vorteile des Dreiecksgeschäfts im Binnenmarkt (Voraussetzungen und Gefahrenpunkte, u. a. „falsch gewählte Transportveranlassung“ und Zinsschaden bei „Nichterkennen“)
  3. Die Dienstleistungen im Binnenmarkt
    1. Ortsbestimmung bei Dienstleistungen an andere Unternehmer sowie Privatpersonen
    2. Abgrenzung Lieferung / sonst. (Werk-)Leistung, Betriebsstätten?
    3. Sonderorte und Sonderregelungen, insbesondere Grundstücksfälle und z. B. grenzüberschreitender PKW-Sachbezug (Firmenfahrzeug) für Arbeitnehmer
    4. Besonderheiten atypischer Unternehmer
    5. Das besondere Besteuerungsverfahren der Steuerschuldumkehr (Reverse-Charge) bei grenzüberschreitenden Dienstleistungen – Leistungsempfänger und Leistungsort im Inland bzw. im übrigen Binnenmarkt
    6. Praxisproblem: (kein) Nachweis der Abnehmer in der EU und im Drittland (Abwehrargumentation und Vertrauensschutz)
    7. Neue Ortsbestimmung und Ortsverlagerung ab 2015 bei elektronischen Dienstleistungen (u. a. Mini-One-Stop-Shop-Verfahren, erste erkennbare Praxisprobleme, Leitfaden EU 2015)
  4. Weitere wichtige Punkte, Sonderfälle, Rechtsprechung
    1. Der innergemeinschaftliche Versandhandel – Gefahrenpunkte
    2. Aus Verwaltung und Rechtsprechung, u. a. EuGH aktuell zu Betrugsfällen in der EU, zum Ort von komplexen grenzüberschreitenden Dienstleistungen im Bereich der Lagerung von Waren, zum Begriff der „ustlichen Niederlassung“, zur Bedeutung der USt-IdNr. für die Steuerbefreiung des innergemeinschaftlichen Verbringens.
      Außerdem:

      • Keine leichtfertige Steuerverkürzung allein durch unvollständige Beleg- und Buchnachweise
      • Buchnachweis bei Ausfuhrlieferung
      • Leistungen eines im Ausland ansässigen Bauunternehmens
      • Vorsteuerkorrektur beim letzten Abnehmer in der Lieferkette
      • Abzug der Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer
      • Innergemeinschaftliche Verkaufskommission
      • Konsignationslager in der EU
      • Leistungsort bei Kongressen
      • Hintergrund und Bedeutung der besonderen Europäischen USt-IdNr. / VAT-Nr. – Kennung: „EU“
      • Ausgangsvermerke im ATLAS-Verfahren
      • Checkliste: Rechnungsangaben grenzüberschreitend
    3. Kostenpflichtige Registrierung von Umsatzsteuer-Identifikationsnummern?
    4. Modellversuch zu Vorab-Auskünften in grenzüberschreitenden Fällen
    5. Ausländischer Fiskus setzt Steueransprüche durch