Status Buchung möglich

Referent Dipl.-Finanzwirt (FH) Dirk Krohn, StOAR,
Dipl.-Finanzwirt (FH) Matthias Greulich, StOAR,
Groß- und Konzernbetriebsprüfung des Landes Schleswig-Holstein

Ort und Termin 08.11./09.11./10.11.2017, 09:00 Uhr – 16:30 Uhr, (am 10.11.2017 von 9:00 – 15:00 Uhr) Hannover
Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V., Verbandsgeschäftsstelle, Zeppelinstraße 8, 30175 Hannover – Bitte nutzen Sie das Parkhaus des HCC –

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 595,00 und beinhaltet die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung.

Seminarinhalte Umstrukturierungen von Unternehmen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Deshalb ist die Sachkenntnis des Umwandlungs- und Umwandlungssteuergesetzes unerlässlich. Anwendungs- und Beratungsfehler führen in diesem Bereich zu nicht unerheblichen Steuernachforderungen. Insbesondere enthält der Umwandlungssteuererlass viele unerwartete und schwierig umzusetzende Regelungen, ohne deren Kenntnis die Beratung von Umwandlungen nicht möglich ist. Inhalt des dreitägigen Seminars ist die intensive Darstellung und Vermittlung der im UmwStG vorgesehenen Umwandlungen anhand von Vorträgen und umfangreichen Fallbeispielen. Zusätzlich erfolgt eine Vermittlung der begleitenden verkehrssteuerlichen Auswirkungen von Umstrukturierungen.

Das Seminar eignet sich besonders für Teilnehmer, die sich systematisch und gleichzeitig praxisnah in das Umwandlungssteuerrecht einarbeiten oder vorhandene Kenntnisse vertiefen wollen. Die Teilnehmer erhalten umfangreiche Arbeitsunterlagen mit Musterfällen und Lösungen, die auch für die praktische Arbeit hilfreich sind.

 

Inhalt

I. Überblick und Einführung in den Anwendungsbereich, insbesondere
1. Systematik des UmwG und UmwStG und Europäisierung des Umwandlungssteuerrechts
2. Steuerliche Rückwirkungsfiktion

II. Umwandlung von KapG in PersG – „Raus aus der GmbH“
1. Steuerliche Schlussbilanz (Definition und eigenständiges Bewertungswahlrecht)
2. Wertansatzwahlrecht, Bewertungszwänge
3. Dividendenteil (fingierte Dividende), Kapitalertragsteuer, Übernahmeverlust
4. Behandlung der übergehenden Pensionsrückstellungen
5. Gewerbesteuerliche Missbrauchsverhinderungsvorschrift § 18 Abs. 3 UmwStG
6. Fallstudie zur Verschmelzung einer Kapitalgesellschaft auf eine oHG

III. Verschmelzungen unter Körperschaften
1. Systematik der Umwandlung für up stream-, down stream- und side stream-Verschmelzungen
2. Besteuerung des Übernahmeergebnisses (insbes. Anwendung § 8b KStG, Umwandlungskosten), Veräußerungsfiktion, Auswirkungen auf das steuerliche Einlagekonto
3. Verschmelzung auf eine Organgesellschaft
4. Konfusionsgewinn oder -verlust und Rücklagenbildung nach § 6 UmwStG
5. Besteuerung der Anteilseigner (Veräußerungsfiktion, Abgeltungssteuer), eigenes Antragswahlrecht auf Buchwert, Anwendung der „Floh“-Theorie
6. Fallstudie zur Verschmelzung einer Tochtergesellschaft auf die Mutterkapitalgesellschaft (up stream)

IV. §§ 15–16 UmwStG: Spaltungen von Kapitalgesellschaften
1. Systematik und Voraussetzungen bei Auf- und Abspaltungen
2. Europäischer Teilbetriebsbegriff
3. Rechtsfolgen bei fehlendem Teilbetrieb
4. Spezielle Missbrauchstatbestände (Aufstockungsklausel, Veräußerungssperre)
5. Schicksal der steuerlichen Verlustvorträge
6. Fallstudie zur Spaltung einer Kapitalgesellschaft auf eine Kapitalgesellschaft zur Trennung von Gesellschafterstämmen

V. Einbringung von Unternehmensteilen in Kapitalgesellschaften
1. Steuerliche Schlussbilanz (Definition und eigenständiges Bewertungswahlrecht) – neue BFH-Rechtsprechung
2. Darstellung der neuen Systematik der rückwirkenden Besteuerung (Einbringungsgewinn I)
3. Einbringungsobjekte: Betrieb, Teilbetrieb und Mitunternehmeranteile
4. Nachweis- und Meldepflichten des Einbringenden
5. Ersatzrealisationstatbestände des § 22 Abs. 1 Satz 6 UmwStG, incl. Billigkeitsregelungen
6. Rechtsfolgen für die aufnehmende KapG („Wirtschaftsgut Step-Up“)
7. Unentgeltliche Rechtsnachfolge
8. Fallstudie zur Einbringung eines Betriebes in eine Kapitalgesellschaft, incl. Mitverstrickung von Anteilen und teilweise rückwirkender Besteuerung

VI. Anteilstausch
1. Fehlende Möglichkeit der steuerlichen Rückwirkung (Einbringungszeitpunkt)
2. Rückwirkende Besteuerung des Einbringenden (Einbringungsgewinn II)
3. Zivilrechtliche Absicherung des Einbringenden durch Steuer- und Nachweisklauseln
4. Fallstudie zur Einbringung eines Anteils an einer Kapitalgesellschaft in eine Kapitalgesellschaft

VII. Einbringung in Personengesellschaften – § 24 UmwStG
1. Definition von Gesellschaftsrechten (Buchung auf dem „richtigen“ Konto)
2. In Sacheinlage enthaltene Anteile an Kapitalgesellschaft
3. Zuzahlung ins Privatvermögen und Abgrenzung zur Realteilung
4. Fallstudie zur Einbringung eines Betriebes incl. Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft und Ergänzungsbilanzen

VIII. Grunderwerbsteuerliche Fragen im Zusammenhang mit Umwandlungen
1. Grunderwerbsteuerliche Erwerbsvorgänge kraft Gesetzes § 1 Abs. 1 Nr. 3 GrEStG
2. Anwendung und Zweifelsfragen im Zusammenhang mit der grunderwerbsteuerlichen Konzernklausel nach § 6a GrEStG