Status Buchung möglich

Referent Dipl.-Finanzwirt Wilfried Mannek, ORR
Dr. Martin Strahl, StB

Ort und Termin 15.11.2017, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege
16.11.2017, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Maritim Airport Hotel, Flughafenstr. 5, 30669 Hannover

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 295,00 und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage und die erweiterte Pausenbewirtung.

Seminarinhalte Das neue Erbschaftsteuerrecht bei Unternehmens ist seit bald einem Jahr kodifiziert, doch sind noch viele Fragen offen. Im Rahmen des Expertenseminars „Vorweggenommene Erbfolge und Erbschaftsteuerrecht“ werden aus Verwaltungs- und Beratersicht Antworten gegeben sowie Lösungen aufgezeigt. Einbezogen werden dabei die Verwaltungsanweisungen zur Erbschaftsteuerreform. Ergänzt wird dies aus Beratersicht durch praxisorientierte Gestaltungshinweise zum Unternehmenserbschaftsteuerrecht. Die Gestaltung einer vorweggenommenen Erbfolge bedingt aber auch eine Auseinandersetzung mit dem Ertragsteuerrecht. Eingehend diskutiert werden das Abspaltungsmodell (Grundstücksübertragung vor Betriebsübertragung) und sich eröffnende Gestaltungsoptionen (disquotale Übertragung, Vorbehaltsnießbrauch, Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen und Familienstiftungen).

Das Seminar wird von einer umfassenden Arbeitsunterlage begleitet. Das Seminar richtet sich an praxiserfahrene Berater, die sich auf hohem Niveau fortbilden wollen.

 

Inhalt

I. Verwaltungsanweisungen zur ErbSt-Reform (Mannek)
1. Der 100-Seiten-Erlass
2. Anwendungszeitpunkt und Rückwirkungsproblematik

II. Neues Netto-Verwaltungsvermögensprinzip (Mannek)
1. Begünstigungsfähiges und begünstigtes Vermögen
a) Ausweitung des Verwaltungsvermögenskatalogs
b) Neue Ausnahme für Altersvorsorgevermögen
c) Reduzierung des Sockelbetrags beim Finanzmitteltest
d) Keine Begünstigung für junges Verwaltungsvermögen
e) Deckelung bei jungen Finanzmitteln
f) Neu: 10 % unschädliches Verwaltungsvermögen
2. Verbundvermögensaufstellung zur Beseitigung des Kaskadeneffekts
a) Rechentechnik und Besonderheiten
b) Junges Verwaltungsvermögen bei Umschichtung im Verbund?
3. Zweijährige Investitionsklausel
a) Beschränkung auf Erwerbe von Todes wegen
b) Plan des „Erblassers“ bei Gesellschaften
c) Konkretisierung der Investition
d) Nachweis des Plans
4. Alles-oder-Nichts-Prinzip: Der 90 %-Test
a) 90 %-Test als Voraussetzung für die Regelverschonung
b) 20 %-Test bei Vollverschonung
c) Erhebliche Berechnungsunterschiede
d) Problematische Fallkonstellationen
e) Lösungsansätze in der Praxis
5. Satzungstest für Familienunternehmen in der Praxis
a) Vorweg-Abschlag von bis zu 30 %
b) Bedeutung bei Großerwerben
c) Hohe Hürden in der Praxis
d) Maßgeblichkeit der Gewinne im Konzernverbund?
6. Verschonungsvoraussetzungen
7. Keine Begünstigung für Großerwerbe?
8. Effekt der neuen Stundungsregelung in der Praxis
a) Zinslosigkeit in der tilgungsfreien Zeit
b) Verzinsung
c) Praxisorientierter Antrag
9. Bewertung des Betriebsvermögens
a) Abgesenkter Kapitalisierungsfaktor
b) Verwaltung: Meistbegünstigung bei der rückwirkenden Anwendung
10. Berechnungsbeispiele

III. Beratungsorientierte Hinweise zur Gestaltung der vorweggenommenen Erbfolge (Strahl)
1. Aufgabe der Gesamtplanannahme durch die Rechtsprechung – Reaktion der Finanzverwaltung?
2. Gestaltungsoption 1: disquotale Übertragung
3. Gestaltungsoption 2: Vorbehaltsnießbrauch
a) Vorbehaltsnießbrauch am Betriebsgrundstück
b) Vorbehaltsnießbrauch am Betriebsvermögen – BFH-Urt. vom 25.01.2017 X R 59/14
4. Gestaltungsoption 3: Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistungen
5. Gestaltungsoption 4: Familienstiftung

IV. Praxisorientierte Gestaltungshinweise zum Unternehmenserbschaftsteuerrecht (Strahl)
1. Verwaltungsvermögen
a) 90 %-Test
b) Umschichtungen zur optimalen Nutzung des Finanzmittelfreibetrags
c) Einlagegestaltungen zur optimalen Nutzung des Finanzmittelfreibetrags
d) Transfer von liquiden Mitteln bei Mitunternehmerschaften
2. Zugang zur Optionsverschonung
3. Privilegierung von Familiengesellschaften
4. Gestaltungsmöglichkeiten bei Großerwerben

 

Bitte beachten Sie: Es werden 6 Zeitstunden als Pflichtfortbildung für den Fachberater für Unternehmensnachfolge anerkannt.