Die Finanzverwaltung hat sich mit BMF-Schreiben vom 26. Oktober 2017[1] zur lohnsteuerlichen Behandlung von Ladekosten von E-Bikes geäußert. Wird ein Elektrofahrrad im Betrieb auf Kosten des Arbeitgebers aufgeladen, gilt danach Folgendes:

  • Bei (Elektro-) Fahrrädern, die nicht als Kfz einzuordnen sind: Die vom Arbeitgeber gewährten Vorteile für das elektrische Aufladen im Betrieb des Arbeitgebers oder eines verbundenen Unternehmens (§ 15 AktG) sind als Aufmerksamkeit nicht zum Arbeitslohn zu rechnen.
  • Bei (Elektro-) Fahrrädern, die als Kfz einzuordnen sind, bleiben die Vorteile zumindest für die Zeiträume 2017 bis 2020 nach Maßgabe von § 3 Nr. 46 EStG steuerfrei.

 

Praxishinweis

Da das Aufladen der Elektrofahrräder, die nicht als Kfz einzuordnen sind, als Aufmerksamkeit keinen steuerpflichtigen geldwerten Vorteil auslöst, tritt kein Verbrauch der 44 €-Freigrenze ein.

Es bleibt ferner abzuwarten, ob die Finanzverwaltung in einem BMF-Schreiben umfassend zur lohnsteuerlichen Behandlung von Diensträdern Stellung nehmen wird.

[1] IV C 5-S 2334/14/10002-06, juris

 

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Stand: 13.11.2017