Änderung der GwG-Grenze und Auswirkung auf die Einkünfte aus VuV

Mit Wirkung ab 2018 hat der Gesetzgeber eine Anhebung der GWG-Grenze von bislang 410 EUR auf 800 EUR beschlossen.[1] Diese Rechtsänderung betrifft die Gewinneinkünfte[2] ebenso wie die Überschusseinkünfte (d.h. auch die Ermittlung der Einkünfte aus VuV)[3].

Praxishinweis

Bedeutsam ist, dass bei der Frage, ob die Geringfügigkeitsgrenze eingehalten ist, stets auf den Nettobetrag abzustellen ist.[4] Es kommt nicht darauf an, ob der USt-Betrag als Vorsteuer tatsächlich abziehbar ist. Folglich liegt bei einem Bruttowert von bis zu (800 EUR + USt 19 % USt =) 952 EUR ein GwG vor. Es könnte sich vor dem Hintergrund des bevorstehenden Jahreswechsels anbieten, solche Investitionen auf das Jahr 2018 zu verschieben.

[1] Zweites Bürokratieentlastungsgesetz v. 30.6.2017, BGBl I 2017, 2143 = BStBl I 2017, 890

[2] § 6 Abs. 2 EStG

[3] § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 7 S. 2 EStG

[4] R 9b Abs. 2 S. 2 EStR und R 9.12 S. 1 LStR 2015

 

Stand: 28.11.2017