Rentenversicherungssatz verringert sich 2018 – Folgewirkung auch auf die Abrechnung von Minijobbern

Das Bundeskabinett hat am 22. November 2017 die Verordnung zur Bestimmung der Beitragssätze in der gesetzlichen Rentenversicherung für das Jahr 2018 beschlossen. Danach wird der Beitragssatz in der allgemeinen gesetzlichen Rentenversicherung auf 18,6 Prozent und in der knappschaftlichen Rentenversicherung auf 24,7 Prozent festgesetzt.[1]

 

Praxishinweis

Es ist davon auszugehen, dass der Bundesrat dieser Verordnung in der für den
15. Dezember 2017 terminierten Sitzung die hierfür notwendige Zustimmung erteilen wird. Die Änderung ist in dem ab 2018 zur Anwendung kommenden – nunmehr geänderten – Programmablaufplan bereits enthalten.[2]

Diese Änderung des Beitragssatzes wirkt sich auch auf die Abrechnung von Minijobbern aus, sofern diese nicht auf die Rentenversicherungspflicht verzichten. Wo hingegen der Arbeitnehmeranteil bislang 3,7 % betrug, reduziert sich dieser ab 2018 auf (18,6 % abzüglich 15 % – Arbeitgeberanteil =) 3,6 %.

 

Beispiel

Der Arbeitnehmer A ist bei dem Unternehmen B als Minijobber (nicht im Privathaushalt) tätig. Sein monatliches Entgelt beträgt 450 €. Er hat nicht auf die Rentenversicherungspflicht verzichtet.

 

Steuerpflichtiger Arbeitslohn                                                                             450,00 EUR

Arbeitgeberanteil Rentenversicherung:            15 % von 450 EUR =                  67,50 EUR

Arbeitnehmeranteil Rentenversicherung:      3,6 %[3] von 450 EUR =          16,20 EUR

 

[1] Beitragssatzverordnung 2018 – BSV 2018 – BR-Drucks. 718/17 v. 22.11.2017

[2] BMF-Schreiben v. 23.11.2017 – IV C 5 – S 2361/08/10001-16, DOK 2017/0981704

[3] In 2017 betrug der Arbeitnehmeranteil zur Rentenversicherung (18,7 % – 15 % =) 3,7 % bzw. 16,65 EUR

 

Stand: 11.12.2017