Status Buchung möglich

Referent Dipl.-Wirtschaftsjurist (Univ.) Andreas Fietz, StB, München

Ort und Termin 11.04.2018, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Hannover
Steuerberaterverband Niedersachsen Sachsen-Anhalt e.V., Verbandsgeschäftsstelle, Zeppelinstraße 8, 30175 Hannover – Bitte nutzen Sie das Parkhaus des HCC –
12.04.2018, 09:00 Uhr – 17:00 Uhr, Bad Zwischenahn/Ohrwege
Gesellschaftshaus Ohrweger Krug, Querensteder Str. 1, 26160 Bad Zwischenahn/Ohrwege

Gebühren Die Gebühr je Teilnehmer beträgt Euro 175,00 und beinhaltet auch die Kosten für die Arbeitsunterlage sowie die erweiterte Pausenbewirtung – ausgenommen das Mittagessen.

Seminarinhalte Durch die Einführung des § 2b UStG zum 01.01.2016 hat der Gesetzgeber die Besteuerung der juristischen Personen des öffentlichen Rechts (jPdöR) grundlegend neu geregelt. Von dieser Änderung sind sämtliche jPdöR, wie Kommunen, Zweckverbände, Anstalten, Kammern oder Kirchen, betroffen. Ziel der Neuregelung ist die Angleichung des nationalen Rechts an die Rechtsprechungen des EuGH und BFH. In Folge der nur noch bis zum 31.12.2020 bestehenden Möglichkeit, die Besteuerung nach den bisherigen Grundsätzen des § 2 Abs. 3 UStG a.F. vorzunehmen, sind jPdöR jetzt gezwungen, sämtliche Prozesse bis zu diesem Zeitpunkt auf die neue Rechtslage anzupassen. Das Seminar zeigt auf, wie die Besteuerung im Übergangszeitraum vorzunehmen ist und welche Möglichkeiten hier bestehen. Es erläutert die Neuregelung des § 2b UStG im Detail. Zudem wird aufgezeigt, welche Schritte die jPdöR durchführen müssen, um spätestens bis zum 01.01.2021 die Neuregelung des § 2b UStG vollständig umsetzen zu können. Das Seminar geht ferner auf die Frage ein, unter welchen Voraussetzungen ein früherer Wechsel zur neuen Rechtslage für die jPdöR vorteilhaft ist. Darüber hinaus werden weitere grundsätzliche Themen rund um die Umsatzbesteuerung der jPdöR wie Vorsteuerabzug und Risiken bei asymmetrischen Entgelten behandelt.

Gliederung

I. Die Neuregelung des § 2b UStG im Detail
1. Handeln im Rahmen öffentlicher Gewalt
2. Vorliegen größerer Wettbewerbsverzerrungen
3. Gesetzliche Ausnahmen von der Besteuerung
4. Kooperation als begünstigte Handlungsalternative
5. Gestaltungsmöglichkeiten

II. Rechtslage im Übergangszeitraum gem. § 2 Abs. 3 UStG
1. Besteuerung nach den Vorgaben der Finanzverwaltung – Abstellen auf den BgA
2. Besteuerung nach den abweichenden Grundsätzen der Rechtsprechung

III. Leitfaden zur Umstellung der Besteuerung von der alten auf die neue Rechtslage
1. Vorzeitiger Übergang zur Besteuerung nach § 2b UStG durch Widerruf der Option gem. § 27 Abs. 22 UStG
2. Entscheidungsfindung: Wann sollte ein Übergang zur neuen Rechtslage erfolgen?
3. Handlungsbedarf: Welche Schritte sind bis zum Übergang auf die neue Rechtslage notwendig?

IV. Weitere Themen rund um die Umsatzbesteuerung der jPdöR
1. Problembereich Leistungsbezug aus dem Ausland
2. Risiken bei Zuschüssen und asymmetrischen Entgelten
3. Vorsteuerabzug, Vorsteueraufteilung und Zuordnung
4. Notwendigkeit und Ausgestaltung eines Tax-Compliance-Managment-Systems