Dienstwagenüberlassung und selbst getragene Arbeitnehmerkosten

Für die Dienstwagenüberlassung wird zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer oftmals vereinbart, dass der Mitarbeiter bestimmte Kosten des Dienstwagens, wie z. B. Benzinkosten, während einer privaten Auslandsfahrt selbst zu tragen hat. Diese Eigenleistungen mindern aber den geldwerten Vorteil aus der Dienstwagengestellung.[1]

Werden solche Eigenleistungen vom Arbeitgeber nicht im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt, können diese zumindest im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung arbeitslohnmindernd in Ansatz gebracht werden. Erste Rückfragen aus der Praxis zur Umsetzung der Arbeitslohnminderung im Rahmen der Einkommensteuer-Erklärung zeigen, dass der Arbeitgeber dann die ungefähre Gesamtkilometerleistung des Dienstwagens nebst Angabe der von dem Arbeitgeber übernommenen laufenden Kosten dem Mitarbeiter zu bescheinigen hat. Hintergrund ist, dass das Veranlagungsfinanzamt hinterfragt, ob die als Arbeitslohnminderung geltend gemachten Kosten tatsächlich für den Dienstwagen angefallen sind.

Praxishinweis

Übersteigen die Eigenleistungen des Arbeitnehmers den privaten Nutzungsvorteil für die außerdienstliche Nutzung eines ihm überlassenen Dienstwagens, reduziert sich der Arbeitslohn aus der Dienstwagengestellung auf max. 0 EUR. Der übersteigende Betrag führt nach Auffassung des BFH[2] weder zu negativem Arbeitslohn noch zu Werbungskosten. Diese Entscheidung entspricht auch der Verwaltungsauffassung.[3]

[1] BMF-Schreiben v. 21.09.2017, BStBl I 2017, 1336

[2] BFH-Beschluss v. 15.01.2018, VI B 77/17, juris

[3] BMF-Schreiben v. 04.04.2018, IV C 5-S 2334/18/10001, 2018/0258099, juris, Tz. 53

 

 

Stand: 09.04.2018