Durch das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen („Kassengesetz“) ist das Thema Kassenführung noch stärker in den Fokus des Finanzamts geraten. Seit 2018 greift die sog. Kassennachschau. Unangekündigte Kassenprüfungen werden damit zur Regel. Selbstständigen mit viel Bargeschäft drohen aufgrund der Verschärfung des Verwaltungsvollzugs existenzgefährdende Schätzungen. Die Betriebsprüfer entdecken zunehmend Fehler in der Kassenbuchführung, auf die früher weniger geachtet wurde. Mängel in der Kassenbuchführung werden hart geahndet, spezialisierte Betriebsprüfer werten Registrierkassen und EDV-Systeme aus. Nachdem schon das BMF-Schreiben zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften im Jahr 2010 die großzügigere Verwaltungsanweisung aus dem Jahr 1996 abgelöst hat, ist seit 1.1.2017 die Übergangsregelung für sog. Altkassen ausgelaufen. Ab 2020 müssen zertifizierte Registrierkassen eingesetzt werden, es sei denn, man kann eine Übergangsregelung beanspruchen. Parallel gerät auch die sog. offene Ladenkasse immer stärker in den Fokus der Prüfer. Auch die Rechtsprechung stellt strengere Anforderungen an die Dokumentation.
Wie läuft eine Kassennachschau ab? Wie können existenzbedrohende Hinzuschätzungen und ein „Besuch“ der Steuerfahndung vermieden werden? Wer muss welche Aufzeichnungen führen? Wie kann die Beweiskraft der Kassenaufzeichnungen praxisgerecht gestärkt werden, ohne die Mandanten zu überfordern? Was kann die Beratung leisten und was nicht? Insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen benötigen praxisgerechte Beratung und Unterstützung vor und während der Kassenprüfung sowie bei Investitionsentscheidungen. Skript vermittelt anhand zahlreicher anschaulicher Praxisfälle umfassende Kenntnisse zur Kassenführung und bringt Sie auf den aktuellen Stand.

 

Seitenumfang: ca. 123 Seiten
Bindungsart: gebunden
Preis: 35.00 Euro (zzgl. 7% USt)
Rechtsstand, bzw. Erscheinungsdatum: Juli 2018
Autor(en): Dr. Christian Kläne

 

Inhaltsverzeichnis

 

I. Die Bedeutung der Kassenführung

II. Die Kassennachschau
1. Typische Prüfungsanlässe, wer ist betroffen?
2. Ablauf in der Praxis
3. Häufige Fehler
4. Welche Konsequenzen drohen?
5. Rechtliche Grenzen

III. Aufzeichnungspflichten (Einzelaufzeichnung, Tagesaufzeichnung, Name)

IV. Unterschiede bei Bilanzierung und Einnahmenüberschussrechnung (Kassenbuch, Kassenbericht etc.)

V. Elektronische Aufzeichnungssysteme (Registrierkassen, PC-Kassen, Taxameter, Geldspielgeräte, Warenautomaten)

VI. Offene Ladenkasse und Kassenbericht

VII. Aufbewahrung digitaler Unterlagen bei Bargeschäften (BMF-Schreiben vom 26.11.2010), Ablauf der Übergangsfrist am 31.12.2016 – Was gilt seit 2017?

VIII. Datenzugriff auf Kassensysteme – Verwaltungspraxis und aktuelle Rechtsprechung

IX. Änderungen in der Betriebsprüfung aufgrund der GoBD?

X. Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen

XI. Programmierprotokolle, Verfahrensdokumentation und IKS

XII. Zukunft von INSIKA? Kommt eine Registrierkassenpflicht?

XIII. Die Schätzung nach § 162 AO

Praxisfall 1: Einzelhandel, offene Ladenkasse, Einnahmenüberschussrechner
Praxisfall 2: Mobile Marktstände ohne Registrierkasse (Waage, Pfand, MwSt 7% und 19%)
Praxisfall 3: Friseur, bar- und ec-Cash, Terminbuch und Kundenkartei
Praxisfall 4: Gastronomie, elektronische Registrierkasse (Altkasse, nicht aufrüstbar)
Praxisfall 4a: Gastronomie, elektronische Registrierkasse (modern, aufrüstbar)
Praxisfall 4b: Gastronomie, elektronische Registrierkasse und offene Ladenkasse (Mischfall)
Praxisfall 5: Bäckerei mit Filialen, vernetzte Registrierkassen und Back-Office-Software
Praxisfall 6: Apotheke, Warenwirtschaftssystem mit Kassenmodul und Scannerkassen
Praxisfall 7: Arzt und Physiotherapeut, Kassen- und IGEL-Leistungen
Praxisfall 8: Handwerksbetrieb, nur gelegentliches Bargeschäft, Auslagenersatzkasse
Praxisfall 9: Autohandel, bargeldintensiv, Kassenbuch, Haupt- und Nebenkassen
Praxisfall 10: Taxibetrieb, Taxameter und Schichtzettel
Praxisfall 11: Spiel- und Warenautomaten

 

 

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